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Sonntag, 17 Dezember 2017
Unbildung PDF Drucken E-Mail schreiben
Sonntag, den 17. Dezember 2017 um 07:10 Uhr

"Es spricht schon für eine gewaltige Portion historischer Unbildung,

wenn jemand behauptet,

der Islam gehöre zu Europa."


Rolf Peter Sieferle: Das Migrationsproblem. 

Über die Unvereinbarkeit von Sozialstaat und Masseneinwanderung.

DIE WERKREIHE VON TUMULT #01, hrg. von Frank Böckelmann,

Waltrup/Berlin 2017, S.55


Wer immer sich wie auch immer zur Migrationsproblematik äußert,

der sollte dieses Buch von Rolf Peter Sieferle gelesen haben.


Nachtrag am 13.01.2018

Ich musste und muss es aushalten, missverstanden zu werden. Vor dem Hintergrund meines anthropologisch begründeten Humanismus ("metaphysisch offene integrierende Pädagogische Anthropologie") wurden mir schon allerlei Etiketten angeheftet. Da hieß es, ich sei ein ökodiktatorischer Friedensfaschist, ein Freimaureresoteriker, gar ein Rassist und Antisemit. Bestenfalls sah man in mir einen Wertefundamentalisten, einen naiven Gutmenschen.

Nun habe ich ein Etikett mehr: Ich bin pegida-verdächtig, wahrscheinlich wähle ich AfD, so wird gemunkelt. Und weshalb diese Urteile? Weil ich das oben angezeigte Buch von Rolf Peter Sieferle auf meine Kulturseite genommen habe. Das hätte ich nie tun sollen, auch kaufen hätte ich es nicht dürfen und schon gar nicht verschenken. Wer das tut, der unterstütze die rechte Szene, ja, der liebäugele selbst mit ihr. Und wenn ich überhaupt die Ungeheuerlichkeit begehen musste, Sieferle zu empfehlen, dann hätte ich mich ausführlich und gründlich von dem Buch "Migrationsprobleme" distanzieren müssen.

Wie ausführlich und gründlich der Standpunkt meiner Kritiker fundiert ist, konnte ich erst kürzlich wieder erfahren. Nachdem in einer heftigen Diskussion nicht nur das Buch von Sieferle verdammt wurde, sondern ich als Person gleich mit, musste mein Gegenpart kleinlaut einräumen, das Buch gar nicht gelesen zu haben. Ihm reichte das Vorwort, das ganze Buch in die Mülltonne zu treten.  Dass Sieferle das Vorwort gar nicht mehr verantworten konnte, er war zum Zeitpunkt der Drucklegung bereits tot, spielt für aufgebrachte Kritiker keine Rolle.

Seit wann besteht Kritik darin, sich vom Kritisierten fernzuhalten, es gar nicht mehr zur Kenntnis zu nehmen? Muss man nicht, um nachzuweisen, was an einem Text empörend ist, diesen gelesen haben? Ich habe das Sieferle Buch sogar studiert; dazu musste ich es mir kaufen. Die Seiten sind voller Anstreichungen. Und da steht am Rand nicht nur "das geht gar nicht", "das ist falsch", "das ist skandalös". 

Also: Ich bleibe bei meiner Einsicht, die ich am 17.12.2017 formulierte:

Wer immer sich wie auch immer zur Migrationsproblematik äußert, der sollte dieses Buch von Rolf Peter Sieferle gelesen haben.

Solch ein Hinweis ist doch keine bedingungslose Zustimmung zu Form und Inhalt des ganzen Buches!

Nicht "Verdammen" ist angesagt, sondern "Argumentieren"! 

Vgl. auch:

Schmid: Das verstörende Werk des Gelehrten Rolf Peter Sieferle. 


Vielleicht dies noch:

Wer mich auch als Person näher kennenlernen möchte, der lese 

Andrea Rothfelder (Herausgeberin): Carpe vestigium! Versuch einer pädagogischen Spurensicherung.

Für Professor Dr. Peter Kern anlässlich seiner Verabschiedung aus dem aktiven Hochschuldienst am 1. Oktober 2005, Freibug i.Br. 2005, 216 Seiten, Privatdruck.





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