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Sich als Person anvertrauen

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Als Person sich unbedingten Imperativen des Gewissens anvertrauen


Das meint, anthropologisch interpretiert, dass ich mich als ganze Person ( „Werk der Natur“, „Werk der Gesellschaft“, „Werk seiner selbst“ ) den unbedingten Imperativen des Gewissens anvertraue, die mir aus dem Grund der vernommenen „Liebe“ in konfligierenden Situationen vernehmbar werden.

Ich muss vor der Erfahrung der existenztragenden Wahrheit, z.B. der „Gerechtigkeit“, mich eben dieser „Gerechtigkeit“ als tragendem Grund meines Handelns anvertrauen; ich habe das Wagnis einzugehen, an diese „Gerechtigkeit“ zu „glauben“, bevor sie sich in mir selbst durch meine Tat selbst als wahr darstellt. Die Sache der „Gerechtigkeit“ wird erst durch meine Tat gesetzt.  Indem ich gerecht handele, schaffe ich erst die neue Wirklichkeit „Gerechtigkeit“.

Diese Imperative gelten insofern „unbedingt“ als sie keine Rücksicht mehr nehmen auf Bedingungen des „Werkes der Natur“ und des „Werkes der Gesellschaft“. In Grenzsituationen: Lieber Unrecht leiden, als Unrecht tun.

Der so gedeutete „Glaube“ meint also das Sichanvertrauen der Person an die unbedingten Imperative des Gewissens. Dieser „Glaube“ hat nichts zu tun mit einem blossen Für-wahr-Halten beispielsweise einer theologischen Glaubens-Lehre.

Gewissen


Peter Kern







 


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