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Selbstüberwindung

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Selbstüberwindung


Logisch unterscheide ich in unserer metaphysisch offenen integrierenden Anthropologie drei Begriffe des „Selbst“:

Erstens das „alte“ Selbst des angstmotivierten, anthropologisch „unfreien“ Ichs,

zweitens das „neue“ Selbst“ der liebesmotivierten, anthropologisch „freien“  Person, und

drittens jenes „Selbst“, das den Akt der „Selbstüberwindung“ will: „Ich-Selbst“, das durch die Zeit hin mit sich selbst identisch bleibt, also formaler Träger der Verantwortung ist.

Dieser Befund ist zugleich eine radikale Absage an das Konzept der „multiphrenen Persönlichkeit“ der Postmoderne; es gibt, dieser modernen Theorie zum Trotz, mein altes Selbst, das überwunden werden kann, mein neues Selbst, das ergriffen werden soll, und mich selbst, der hier wählt.

Das alte Selbst: Das furcht- und angstmotivierte Selbst des „Werkes der Natur“ und des „Werkes der Gesellschaft.

Das neue Selbst: Das liebesmotivierte Selbst des „Werkes seiner selbst“.

Also weltanschaulich:

„Werk der Natur“: Reduktion des Menschen auf einen blossen „Naturalismus“.

„Werk der Gesellschaft“: Reduktion des Menschen auf einen blossen "Positivismus"  im Sinne des späten Wilhelm Dilthey.

„Werk seiner selbst“: Wenn nicht integrativ gedacht wird, führt das zur Reduktion auf die dritte Dimension im anthropologischen Dreischritt: fragwürdige  "Idealismen".


Vgl. auch: "Anthropologischer Dreischritt".

Selbstüberwindung


Peter Kern






 


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