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Rendevous mit der Zukunft - Die grosse Transformation

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Rendevous mit der Zukunft - Die grosse Transformation

Ein Hinweis auf eine Tagung 2011

Die aktuellen Krisen kann man deuten als Übergangsphänomene. Die bislang erfolgreichen Strukturen der Industriegesellschaft funktionieren nicht mehr, sie scheitern an den ökologischen, sozialen und ökonomischen Grenzen des Globus: "Wachstum", das "Kreditgeldsystem", die gegenwärtige Form der "Sozialversicherung",  die "repräsentative Demokratie".... sind nicht nachhaltig und müssen durch nachhaltige Varianten ersetzt werden. So beschreibt das - eingegrenzt auf die Herausforderung des Klimawandels - auch der „Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen“ (WBGU) in seinem Hauptgutachten 2011 und nennt den Übergang "Grosse Transformation" in bewusster Analogie zu den grossen Transformationen zu Beginn des Neolithikums und des Industriezeitalters.

In einer solchen historischen Zeit wäre Wissenschaft herausgefordert, Antworten auf drängende Fragen zu entwickeln. Viel zu oft sind jedoch die Hochschulen Teil des Problems und nicht die Lösung. Die Nachhaltigkeitswissenschaften haben - insbesondere im deutschen Sprachraum - einen ganz schweren Stand, wie die Arbeiten von Uwe Schneidewind belegen, dem Präsidenten des „Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie“. Das überrascht nicht, denn Nachhaltigkeit ist interdisziplinär, komplex und hat einen normativen Charakter. Jeder der drei Aspekte alleine reicht in Deutschland hin, um jeweils vier Fünftel der Wissenschaftler an Hochschulen in die Flucht zu schlagen.

Dass es auch anders geht, hat das Projekt "Rendezvous mit der Zukunft" an der Hochschule Konstanz gezeigt, mit dem ein Netzwerk von Wissenschaftlern und Studierenden aus allen Fakultäten zusammen mit Bürgerorganisationen und Unternehmen an sechs Fragen regional nachhaltiger Entwicklung geforscht haben.

Herausgekommen sind z.B.

- ein Beratungsmodell für nachhaltiges Wirtschaften bei KMU,

- die Gründung einer  Genossenschaft, die  Bürgerkapital mittels Contracting in die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude investiert,

- eine Technologie zur Senkung der Strahlenbelastung durch Mobilfunksendemasten,

- eine Strategie für die Stärkung des ÖPNV im Bodenseetourismus.

Die im Projekt gesammelten Erfahrungen werden nun in die Wissenschaftspolitik des Landes einfliessen, kündigte die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Theresia Bauer bei der Abschlusstagung am 14.10. 2011 in Konstanz an.

http://www.htwg-konstanz.de/Dokumentation-Hochschultag-Nac.5186.0.html

Michael Kalff




 


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