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Schweitzer als Wegbereiter einer zukunftsfähigen Kirche

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Albert Schweitzer als Wegbereiter einer zukunftsfähigen Kirche

Hans-Georg Wittig

Erweiterte Fassung eines Vortrags im Festgottesdienst zu Ehren von

Schweitzers Geburtstag in der Altstädter Nicolaikirche in Bielefeld am 15. Januar 2012

Liebe Gemeinde,

in meinem Thema geht es um die Vision einer zukunftsfähigen Kirche und um
die Frage, inwiefern Albert Schweitzer in seinem Leben und Denken eine
solche Kirche vorbereitet hat. Lassen Sie uns, um die Bedeutung dieses Themas
zu erfassen, einen Schritt zurücktreten und versuchen, unsere Situation aus der
Distanz wahrzunehmen. Ich möchte zunächst einen Orientierungsrahmen
skizzieren, in dem es um die sich zuspitzenden globalen Krisen geht, um das
einzig zukunftsfähige Konzept einer nachhaltigen Entwicklung und um die
Bedeutung, die Ehrfurcht vor dem Leben für dieses Konzept hat. Dem sollen
Anmerkungen zur Kirche folgen: über ihre Aufgaben, ihre gegenwärtige Krise
und die zu erhoffende Chance, als zukunftsfähige Kirche gestärkt aus dieser
Krise hervorzugehen. Dass eine solche Kirche nicht nur ein Zukunftsthema ist,
sondern im Wesentlichen schon vorbereitet, ja modellhaft schon verwirklicht
worden ist, verdanken wir besonders Albert Schweitzer – darum soll es im
dritten Teil gehen.

1. Orientierungsrahmen

In einem Winkel des Weltalls gibt es ein Sonnensystem; auf einem seiner
Planeten entsteht auf wundersame Weise Leben; Leben braucht, um sich zu
erhalten, Orientierung über Chancen und Gefahren, es entwickelt sich eine
seelische Innenseite; aus der Evolution des Lebens gehen auch wir Menschen
hervor. Wie andere Lebewesen müssen wir oft leiden, aber wir können uns auch
freuen und voller Sehnsucht sein. Als Menschen können wir ferner denken,
dadurch aber werden wir schließlich allen anderen Arten von Lebewesen
überlegen. Während die uns umgebende Natur uns früher in Schach gehalten
hat, ist sie uns nun auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Hinzu kommt, dass wir
untereinander zerstritten sind, die Armen sind den Reichen ebenfalls
ausgeliefert, die Schwachen den Mächtigen. Seit kurzem haben wir uns durch
enorme Verstandesleistungen die technischen Möglichkeiten erarbeitet, nicht
nur unsere eigene Art als ganze auszulöschen, sondern auch alle anderen uns
bekannten Formen des Lebens. Nicht nur durch einen Atomkrieg kann das
geschehen, sondern schleichend geschieht es längst durch immer weitere
Beschädigungen der Ökosphäre, der dünnen Haut des Lebens rund um unseren
Planeten. Ob es uns gefällt oder nicht: Von uns hängt nun ab, ob die in der
Schöpfung enthaltene Chance des Lebens mit allen seelischen und geistigen
Möglichkeiten sich weiter entfalten kann oder nicht.

Albert Schweitzer hat diese Situation vor mehr als einem halben Jahrhundert
klar erkannt. Er sagt: „Beginnender Untergang der Menschheit ist unser
Erlebnis. Bei der Macht, die ihr durch die Errungenschaften des Wissens und
Könnens zugefallen ist, handelt es sich für sie darum, ob sie die Kraft aufbringt,
von ihr nur zum Gedeihlichen, nicht auch zum Vernichten Gebrauch zu
machen.“ (1)

Die einzig hilfreiche Antwort auf diese Herausforderung ist das Konzept einer
global zukunftsfähigen Entwicklung (sustainable development). Zukunftsfähig
ist sie, wenn es uns gelingt, für spätere Generationen menschenwürdige
Lebensbedingungen sicherzustellen. Das erfordert eine Abkehr vom Raubbau
an der Natur, der durch den Globalkapitalismus noch angefeuert wird, und statt
dessen eine nachhaltige Wirtschaft.

„Nachhaltigkeit“ ist ein Begriff, der aus der Forstwirtschaft stammt und meint,

nicht mehr Holz aus dem Wald herauszuschlagen, als nachwächst. Allgemein

bedeutet das: möglichst erneuerbare Ressourcen nutzen, und zwar so maßvoll,

dass ökologische Gleichgewichte nicht dauerhaft ge- oder gar zerstört werden.

Aber nicht nur um den Umgang mit der Natur geht es in diesem Konzept,
sondern um unsere gesamte Lebensgestaltung. Denn eine Bewahrung der
natürlichen Lebensgrundlagen ist nicht mehr möglich ohne Frieden und dieser
nicht ohne ein Mindestmaß an sozialer Gerechtigkeit, und zwar sowohl
innerhalb der Nationen als auch zwischen ihnen.

Zukunftsfähigkeit meint also außer Naturverträglichkeit auch Sozialverträglichkeit

und Personverträglichkeit. Was das konkret heißt, zeigt z.B. die große Studie

„Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ (2), und es ist

verdienstvoll, dass „Brot für die Welt“ und „Evangelischer Entwicklungsdienst“

Mitherausgeber dieser Studie sind.

In Richtung auf eine solche zukunftsfähige Gesamtentwicklung gibt es heute
eine Fülle ausgezeichneter Initiativen und Ansätze in Wirtschaft und Politik –
leider wird in den Medien zu selten darüber berichtet. In den Kirchen gab es
schon vor zwanzig Jahren den hoffnungsvollen Aufbruch zum „konziliaren
Prozess“
für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung – seine
Wiederbelebung ist dringend zu wünschen.

Insgesamt aber geschieht viel zu wenig und das Wenige viel zu langsam,
während sich die Krisen weiter verschärfen. Da wir uns dieses Versagen nicht
eingestehen wollen, lassen wir uns gern durch eine vermeintlich intakte
Glitzerwelt ablenken, lullen uns ein in Schönfärberei und zerreden und
missbrauchen die Leitworte „Zukunftsfähigkeit“ und „Nachhaltigkeit“ bis zur
Unkenntlichkeit, während wir ihren Anspruch gleichzeitig schon im simpelsten
Alltag allzu oft mit Füßen treten.

Das Einzige, das dagegen helfen kann, ist eine andere Grundeinstellung. An
die Stelle der vorherrschenden, sich verschärfenden Machtkonkurrenz muss
Ehrfurcht vor dem Leben treten, wie Schweitzer sie gemeint hat. Ehrfurcht vor
dem Leben ist das Herz wahrhaft zukunftsfähiger Entwicklung, ihre
entscheidende Antriebskraft. Genau genommen ist sie noch radikaler als dieses
Konzept, denn sie will außermenschliches Leben nicht nur um der Erhaltung
der Menschengattung willen bewahren, sondern um seiner selbst willen (3).

Wer von Ehrfurcht vor dem Leben wirklich ergriffen ist, wird am je eigenen Ort
immer neue Mittel und Wege finden, sich für Gerechtigkeit, Frieden und
Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

Wie aber können wir diese lebensnotwendige Grundeinstellung fördern?

Neben vielen sonstigen mitmenschlichen Einwirkungen bieten sich dafür
insbesondere zwei Institutionen an: das Bildungswesen und die Kirchen. Im
Bildungswesen war ich selbst aktiv, im persönlichen Kontakt habe ich viele
Studierende mit meinen Anliegen erreicht, aber hochschulpolitisch bin ich ein
Rufer in der Wüste geblieben. Und seitdem „Bildung“ - im krassen Unterschied
zur klassischen Idee der „Menschenbildung“ - fast nur noch als Fitmachen für
Konkurrenzkämpfe gesehen wird, setze ich meine Hoffnungen eher auf die
Kirche – eine Kirche, die mir seit meiner Erwachsenentaufe vor mehr als vier
Jahrzehnten zu einer Heimat geworden ist. Doch auch die Kirchen beider
Konfessionen stecken in Krisen – und ist die Weckung von Ehrfurcht vor dem
Leben wirklich ihre Aufgabe?

2. Anmerkungen zur Kirche

Was Schweitzer betrifft, so kommt er – ungeachtet aller Differenzierungen,
die er als Theologe selber vornimmt – zu einem eindeutigen Ergebnis: „Die
Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben ist die ins Universelle erweiterte Ethik der
Liebe. Sie ist die als denknotwendig erkannte Ethik Jesu.“ (4)

Besteht darüber Konsens in der Kirche?

Vielleicht sind einige historische Bemerkungen hilfreich. Schon lange vor Jesus

haben Zivilisationen das Wissen und Können der Menschen erheblich gesteigert,

ihre Verantwortungsfähigkeit aber oft überfordert. Machtkämpfe in und zwischen

den Großreichen sind die Folge, auch organisierter Krieg. Herausgefordert durch

solche Nöte, erreichen im vorchristlichen Jahrtausend Weltreligionen und Philosophie

ein neues, höheres, noch heute maßgebendes Niveau ethischer Praxis und Theorie: Die
bloße Kollektivmoral wird überboten durch die mündige und verantwortliche
Person, die selbständig Anspruch und Zuspruch einer Liebe vernimmt, die sie
als göttlich versteht (5).

Es entsteht ein Gegenprogramm zu Gier, Hass, Gewalt – auch außerhalb der jüdischen

und später christlichen Tradition. So heißt es in einem zentralen buddhistischen Text,

in gereimter Übersetzung: „Denn niemals
hört im Weltenlauf die Feindschaft je durch Feindschaft auf. Durch Liebe nur
erlischt der Hass, ein ewiges Gesetz ist das.“ (6)

Die ersten Christen glauben an das bevorstehende Gottesreich. Als es
ausbleibt, brauchen sie eine Institution, die ihre Gemeinden stabilisiert – das ist
die Kirche. Und sie brauchen eine Lehre, die ihnen ihre unerwartete Lage
verständlich und aushaltbar macht – das ist die Leistung des Paulus, den
übrigens Schweitzer hochschätzt, weil er in ihm einen Garanten des Denkens
und der Freiheit in der Kirche sieht: „Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist
Freiheit.“ (7)

Mit der Zeit entfernt sich die Lehre der Kirche immer weiter vom
Leben Jesu und seiner Nachfolge und konzentriert sich stattdessen zunehmend
auf Dogmen wie die von der Trinität, vom Sühnetod Christi und später von der
Rechtfertigung allein durch die Gnade Gottes. Natürlich kann hier den
vielfältigen Entwicklungen und Aufbrüchen der Kirchengeschichte nicht
nachgegangen werden – in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts stehen
sich z.B. die Dogmatik eines Karl Barth und die Hinwendung Schweitzers von
theologischer Lehre zu christlichem Leben hart gegenüber, und nach dem
Zweiten Weltkrieg scheint sich in der Kirche Barths Restauration der
Orthodoxie weithin durchzusetzen.

Inzwischen allerdings habe ich den Eindruck, dass zumindest im
protestantischen Bereich die Orthodoxie weitgehend nur noch auf dem Papier
steht, in der kirchlichen Praxis aber postmoderne Orientierungslosigkeit und
auch Reflexionslosigkeit um sich greifen. Die Kirchen sind nun selber in der
Krise, ihre alte Lehre findet kaum mehr Anklang, die Kirchenaustritte gehen
weiter, die finanziellen Mittel und die öffentliche Bedeutung der Kirchen
nehmen ab. Dafür gibt es vielerlei Gründe, die unterschiedlich eingeschätzt
werden. Schuld an der Krise sind übrigens keineswegs nur innerkirchliche
Gründe, sondern auch der Zeitgeist der sie umgebenden Gesellschaft. Schon vor
einem Jahrhundert hat Schweitzer erklärt, er befinde sich zum Geist der Zeit „in
vollständigem Widerspruch“, weil der die Selbständigkeit des Denkens
behindere und bloßes Herdenverhalten fördere (8). Viele Fehlentwicklungen,
deren Anfänge er damals aufmerksam wahrnahm, haben sich seitdem brutal
verschlimmert. Wer ernstlich eine mündige Person zur Nachfolge Jesu
ermutigen will, hat es schwer in einer Gesellschaft, die Neil Postman schon vor
Jahrzehnten unter dem Titel charakterisiert hat: „Wir amüsieren uns zu Tode“
(9).

Oder gibt es doch viel mehr einsatzbereite Menschen, als manche zu hoffen
wagen? Liegt in einer mutigen Hinwendung der Kirche zu dem, was für die
Zukunft von Mensch und Natur notwendig ist, vielleicht sogar eine Chance,
gestärkt aus der Krise hervorzugehen?

Was können wir von Schweitzer lernen?

3. Mit Albert Schweitzer auf dem Weg zu einer zukunftsfähigen Kirche

Im Folgenden möchte ich mich – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – an
sechs Stichwort-Paare halten; das erste Stichwort enthält jeweils eine
Problemanzeige, für die das zweite, ergänzende Stichwort Lösungsansätze
bietet.

Die sechs Stichwort-Paare lauten:

(a) Organisation und Grundeinstellung,
(b) Lehre und Leben,
(c) Tradition und kritisches Denken,
(d) Theologie und Philosophie,
(e) Kooperation und Widerstand,
(f) Nahhorizont und Fernhorizont.

(a) Organisation und Grundeinstellung. Problemlösungen und Reformen
werden heute oft mit organisatorischen Mitteln angestrebt – zuweilen kommt es
zu fast pausenlosem Umorganisieren; die Unruhe und die Behinderungen
solider Arbeit, die dadurch entstehen, überwiegen oft den Gewinn. Dergleichen
brauchen Sie von Schweitzer kaum zu befürchten. Er will keine andere Kirche,
sondern bejaht eindeutig die eine protestantische Kirche, ist ihr dankbar dafür,
dass sie das Evangelium bis in unsere Gegenwart herübergerettet hat, und warnt
vor weiteren Aufsplitterungen. Die Kirche ist ihm so wichtig, dass er nach dem
Studium statt der philosophischen die theologische Laufbahn einschlägt, um so
die Möglichkeit zu haben, im regelmäßigen Gottesdienst zu Interessierten über
Grundfragen menschlicher Existenz sprechen zu können.

Natürlich gibt es kirchliche Strukturen, die unerträglich sind, in der
katholischen Kirche z.B. die Verweigerung des Priesteramtes gegenüber Frauen
oder die Anmaßung päpstlicher Unfehlbarkeit, und Strukturänderungen mögen
auch aus anderen Gründen erforderlich sein. Im Wesentlichen aber ist den in
den protestantischen Kirchen entstandenen Strukturen dankbar zuzustimmen.

Schweitzer weiß jedoch, was schon der ihm geistesverwandte Pestalozzi als
aufmerksamer Beobachter seiner Zeit eingesehen hat: dass alle Verfassungen,
alle Strukturen nichts taugen, wenn die Menschen nichts taugen (10).

Entscheidend kommt es eben auf die Grundeinstellung der Menschen an: auf
die Liebe, wie sie z.B. Paulus in 1.Kor.13 beschreibt, also auf die
„Einwilligung“ in Jesu Willen - „billiger“ ist eine wahrhaft zukunftsfähige
Kirche nicht zu haben.

Im Vergleich zu dieser Grundeinstellung sind für Schweitzer auch die
organisatorischen Bemühungen um ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen
nachrangig: „Was sie einigen soll, ist das Streben, den Geist Christi zu haben.
Wenn dieses Streben sie leitet und anspornt, sind sie geistig geeint, was für sie
und die Welt viel mehr bedeutet als eine Vereinigung auf Grund von
Vereinbarungen, die immer Flickwerk bleiben wird.“ (11)

Wenn Schweitzer so sehr die rechte Grundeinstellung hochschätzt – die Liebe,
die Ehrfurcht vor dem Leben - , kommt dann nicht die kirchliche Lehre mit all
ihren Inhalten zu kurz?

(b) Lehre und Leben. Wieder Schweitzer: „Die Glaubensvorstellungen können
verschieden sein. Sie sind ein Versuch des Verstehens des göttlichen
Geheimnisses … In dem tiefsten Wesen der Frömmigkeit gehören wir alle
zusammen und müssen uns als Brüder gelten lassen und lieben.“ (12)

Im vergangenen Jahr hat der katholische Theologe und Religionspädagoge
Hubertus Halbfas eine mutige Streitschrift veröffentlicht mit dem Titel
„Glaubensverlust. Warum sich das Christentum neu erfinden muss“ (13) Er
sieht den Beginn des kirchlichen Unheils bereits im Übergang von Jesus, dem
es vor allem um eine Lebensweise gehe, zu Paulus, der primär an der Lehre
interessiert sei: „Es ist der Wechsel von der (nicht bestreitbaren) Wahrheit eines
gelebten Lebens zur (stets bestreitbaren) Wahrheit eines theologischen
Lehrsystems. Wenn diese Lehre als Dogma festgeschrieben, als
Glaubensgehorsam eingefordert und Aufsichtsbehörden … unterstellt wird,
können … horrende Fehlentwicklungen … nicht ausbleiben … Nur dort, wo die
Liebe zum Nächsten gelebt wurde, wurde die freimachende, erlösende
Wahrheit, von der das Evangelium spricht, erfahren. Humaner gemacht hat das
Christentum die Welt durch das Lebenszeugnis zahlloser und meist namenloser
Menschen. Von früh auf bis heute war es die Armenfürsorge in den Gemeinden,
die Zuwendung zu den Verlassenen, die Pflege der Kranken … dieser Dienst hat
eine neue Dimension in die Weltgeschichte gebracht.“ (14)

In der Tat: Lehre droht zu spalten, Liebe aber verbindet. Diesen Weg ist
Schweitzer gegangen. Ihm, der von früh an vom „Geist Jesu“ ergriffen war, ist
dieser Geist auch nach aller historischen Bibelkritik, an der er in vorbehaltloser
Wahrheitssuche mitgewirkt hat, als Orientierung erhalten geblieben – aber
dieser „Geist Jesu“ wollte gelebt werden! Dass das in Lambarene möglich war,
dafür war Schweitzer dankbar, und er riet allen Mitmenschen zumindest zu
einem „Nebenamt“: „Jeder kann sein Lambarene haben.“ (15)

Trotzdem blieb Schweitzer zeitlebens Theologe, er wusste, dass sorgfältige,

intellektuell redliche Lehre notwendig ist. Vielleicht lässt sich seine Haltung auf die

Formel bringen: so viel Lehre wie nötig, so viel gelebte Liebe wie möglich. Nicht um
eine Abschaffung der Lehre geht es, aber um ganz andere Akzentsetzungen in
der Kirche.

Doch kommt dabei nicht die reiche geschichtliche Tradition des Christentums
zu kurz?

(c)Tradition und kritisches Denken. Abgesehen davon, dass es bei der
Tradition auf die jeweiligen Inhalte ankommt, ist sie doch als solche
ambivalent. Einerseits kann sie selbständiges und kritisches Denken anregen –
wie es in Schweitzers Werdegang der Fall war - , andererseits aber auch
behindern. Einerseits sollte dem heutigen radikalen Traditionsabbruch in der Tat
entgegengewirkt werden, es ist wichtig, die eigene Herkunft zu kennen, und
wer meint, darauf verzichten zu können, bleibt mit seinen rasch
zusammengezimmerten religiösen Meinungen intellektuell meist weit zurück
hinter dem, was in der Tradition längst gründlich durchdacht war. Andererseits
bleibt ein bloßes Verharren in den vermeintlich sicheren Mauern der Tradition
erst recht unzureichend. Schweitzer bemerkt einmal: „Die Kirche kommt nur
langsam voran, weil sie einem Güterzug gleicht, der mit Traditionen
vollbeladen ist.“ (16)

Wir brauchen mehr kritisches, vor allem selbstkritisches und wahrhaftiges Denken

in der Kirche, und so ist er bereit, zum ersten Ehrenpräsidenten des „Bundes für

Freies Christentum“ zu werden, der sich als „Forum für offenen religiösen Dialog“

versteht und in den ich Sie gern einladen möchte.

Dennoch auch hier die weiterführende Frage: Sollten wir nicht, statt oft
vorschnell kritisches Denken anzuregen, zunächst sorgfältig die in
Auseinandersetzung mit der Tradition entstandene Theologie zur Kenntnis
nehmen?

(d)Theologie und Philosophie. Selbstverständlich tritt Schweitzer zeitlebens
für seriöse theologische Studien ein – besonders den Themenkreis von „Reich
Gottes und Christentum“ hat er bis ins hohe Alter außerordentlich detailliert
bearbeitet (17). Darüber hinaus aber hält er – anders als viele sonstige
Theologen – eine Verbindung von Theologie und Philosophie für sachlich
geboten.

Während wir es bisher mit relativ einfachen Fragen zu tun hatten, fangen die
eigentlichen Probleme hier erst an.

Ein zentrales Beispiel: Was meinen wir, wenn wir „Gott“ sagen? Reden wir nicht

ganz schrecklich aneinander vorbei?

Ist nicht schon die Frage, ob es Gott gebe, falsch gestellt, indem sie voraussetzt,
mit Gott verhalte es sich wie mit irgendeinem Weltgegenstand, der entweder
existent sei oder eben nicht? Wenn dann aber gesagt wird, Gott sei anders als
die Welt, er gehe über sie hinaus: Wie ist das zu verstehen?

Ich bin überzeugt, dass wir an dieser Stelle nicht weiterkommen können ohne

den Schlüssel der Philosophie Kants mit ihrer Unterscheidung von „Ding an sich“ und
„Erscheinung für mich“, und ich bin ferner überzeugt, dass Schweitzer noch
mehr, als er sich dessen bewusst war, von Kant geprägt ist – doch kann ich das
hier nur behaupten, nicht durchführen (18). Jedenfalls betont Schweitzer die
inselhafte Begrenztheit menschlicher Erkenntnis, die umgeben und getragen sei
vom Unergründlich-Geheimnisvollen, und er sieht – mit Kant, aber im
Gegenzug zur reformatorischen Tradition – den entscheidenden Zugang zur
Religion in der Ethik.

Ehrfurcht vor dem Leben ist für ihn zugleich ein ethisches und religiöses Phänomen.

Aus dieser Verbindung von Theologie und Philosophie ergeben sich für eine
zukunftsfähige Kirche zumindest drei bedeutsame Konsequenzen.

Erstens: Die Ethik der Ehrfurcht vor dem Leben bietet denjenigen einen Zugang zur
Religion und dann auch zur Kirche, die ihr bisher fernstanden.

Zweitens: Zur Begründung von Auffassungen und Handlungen reicht die Berufung

auf irgendwelche „Offenbarungen“ (oder auch irgendein irrationales „Gewissen“)
nicht mehr aus, denn es gibt abweichende Offenbarungen (und unterschiedliche
Gewissensstimmen); vielmehr ist nun erforderlich, sich und anderen durch
vernünftige Argumente Rechenschaft zu geben.

Drittens: Die Einsicht in die inselhafte Begrenztheit menschlicher Erkenntnis führt zu

einer sehr zurückhaltenden Theologie, die aber gerade durch ihre Zurückhaltung viele

moderne, suchende, auf Wahrhaftigkeit pochende Zeitgenossen überzeugen
kann: „Wer erkannt hat, dass die Idee der Liebe der geistige Lichtstrahl ist, der aus
der Unendlichkeit zu uns gelangt, der hört auf, von der Religion zu verlangen,
dass sie ihm ein vollständiges Wissen von dem Übersinnlichen biete. Wohl
bewegt er die großen Fragen in sich, was das Übel in der Welt bedeute, wie in
Gott, dem Urgrund des Seins, der Schöpferwille und der Liebeswille eins seien,
in welchem Verhältnis das geistige und das materielle Leben zueinander stehen
und in welcher Art unser Dasein vergänglich und dennoch unvergänglich sei.
Aber er vermag es, sie dahingestellt sein zu lassen, so schmerzlich ihm der
Verzicht auf die Lösung ist. In dem Wissen vom geistigen Sein in Gott durch
die Liebe besitzt er das eine, was nottut.“ (19)
Dass diese Theologie im freieren Protestantismus der Schweiz durch Martin
Werner (20) und Ulrich Neuenschwander (21) weitergeführt worden ist, kann
hier nur noch erwähnt werden – ebenso wie der wichtige Befund, dass
Schweitzer mit seinem Ansatz in der großen Tradition aufgeklärter Humanität
seit Rousseau, Lessing, dem erwähnten Kant, auch Pestalozzi, Goethe und Jean
Paul steht (22).

Gemeinsam ist ihnen, dass sich ihre kritischen Reflexionen „zwischen“ dogmatischen

Absolutheitsansprüchen einerseits und skeptischer Beliebigkeit andererseits bewegen.

Kant hat das wohl am klarsten auf den Begriff gebracht, indem er seine Philosophie

einerseits gegen intoleranten „Dogmatismus“ abgrenzte und andererseits gegen

indifferenten „Skeptizismus“. Während die einen im Alleinbesitz der Wahrheit zu sein

behaupten, haben die anderen den Wahrheitsbegriff überhaupt preisgegeben. Es

kommt aber darauf an, so umsichtig wie möglich nach Wahrheit zu streben, ohne doch

jemals behaupten zu dürfen, sie ganz erreicht zu haben: Nur so ist menschenwürdige

Kommunikation möglich, nur so auch ein fruchtbarer interreligiöser Dialog – wie ihn

Schweitzer bereits 1922 in Selly Oak eröffnet hat (23).

Philosophische, insbesondere ethische Reflexionen werfen unvermeidlich die
Frage auf, wie die Kirche sich zu der sie umgebenden Gesellschaft verhalten
soll.

(e) Kooperation und Widerstand. Lange waren die reformatorischen Kirchen
allzu eingepasst in Staat und Gesellschaft, bis in Deutschland der Schock des
Dritten Reiches das alte Bündnis von Thron und Altar zutiefst erschütterte.

Heute, so fürchte ich, nimmt die Anpassung an wirtschaftliche Mächte und den
gesellschaftlichen Zeitgeist wieder zu. Natürlich ist zunächst Kooperation zu
empfehlen: so viel Zusammenarbeit wie möglich, so viel Widerstand wie nötig.
Aber in der gegenwärtigen Welt ist eben leider sehr viel Widerstand nötig – für
eine zukunftsfähige Kirche muss gelten: Wo immer der oben skizzierte Maßstab
von „sustainable development“, von nachhaltiger Entwicklung verletzt wird, hat
sie zu protestieren!

Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet ja auch, gegen die längst stattfindende

Zerstörung von Leben Widerstand zu leisten. Ehrfurcht vor dem Leben bedeutet

freilich ebenso, das Leben der Gegner zu respektieren – der Widerstand sollte also

gewaltfrei sein.

„Alle gewöhnliche Gewalt beschränkt sich selber. Denn sie erzeugt
Gegengewalt, die ihr früher oder später ebenbürtig oder überlegen wird. Die
Gütigkeit aber … verstärkt sich selber, indem sie Gütigkeit hervorruft. … Eine
unermesslich tiefe Wahrheit liegt in dem phantastischen Worte Jesu: 'Selig sind
die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.'“ (24)

Vor diesem Hintergrund kritisiert Schweitzer das Versagen der Kirchen im
Ersten Weltkrieg hart: „Soll die Kirche ihre Aufgabe erfüllen, so muss sie die
Menschen in elementarer, denkender, ethischer Religiosität einigen … Wie weit
sie von dem entfernt ist, was sie sein sollte, hat ihr absolutes Versagen im
Kriege gezeigt … Nur eine Miniaturkirche, die Gemeinschaft der Quäker, hat es
unternommen, die absolute Gültigkeit der Ehrfurcht vor dem Leben, wie sie in
der Religion Jesu enthalten ist, zu verteidigen.“ (25) In der Tat: Die in
Großbritannien und den USA einflussreichen Quäker (Religiöse Gesellschaft
der Freunde) verwirklichen seit dem 17. Jahrhundert viele Aspekte einer
zukunftsfähigen Kirche (26).

Letzte Frage: Für wen ist die Kirche verantwortlich? Wie weit reicht ihre
Verantwortlichkeit für Kooperation und Widerstand?

(f) Nahhorizont und Fernhorizont. Mehr als die katholische Weltkirche haben
reformatorische Kirchen oft einen Hang zur Provinzialität. Dass aber in einer
globalisierten Welt von Zukunftsfähigkeit nur dann die Rede sein darf, wenn
auch die Fernsten angemessen berücksichtigt werden, wurde schon deutlich.
Ein hoffnungsvolles Beispiel für Kooperation im Fernhorizont sind die
weltweiten Netze lebendiger Gemeinde- und Kirchenpartnerschaften, welche
die Fernsten zu Nächsten werden lassen. Auch für Widerstand im Fernhorizont
gibt es ermutigende Ansätze wie z.B. das unzweideutige Bekenntnis des
Reformierten Weltbundes von Accra 2004 gegen die Ungerechtigkeit
neoliberal-kapitalistischer Weltwirtschaft
(27) – in Deutschland fördert solche
Initiativen im Zusammenhang mit der ökumenischen Bewegung die
Heidelberger Organisation „Kairos Europa“ von Ulrich Duchrow und anderen.

Was Schweitzer betrifft, so ist sein Wirken in Lambarene ebenfalls ein
leuchtendes Beispiel christlicher Verantwortung im Fernhorizont.

Daneben aber hat er mit seiner Kritik der Atomrüstung und seinen Appellen gegen

die Atombombenversuche exemplarisch verdeutlicht, wie aus Ehrfurcht vor dem
Leben motivierter Widerstand im Fernhorizont gestaltet werden kann. Schweren
Herzens hat er sich in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts von seiner
theologischen und philosophischen Arbeit, für die ihm in Lambarene ohnehin
nur die späten Abendstunden blieben, losgerissen, sich durch Fachliteratur und
Gespräche mit Experten sorgfältig kundig gemacht und dann in klarer
Argumentation zu dieser geschichtlich neuartigen Gefährdung der Menschheit
eindeutig Stellung bezogen.

Ich muss schließen. Ich hoffe, dass einige Schritte zu einer wahrhaft
zukunftsfähigen Kirche sichtbar geworden sind – Schritte, die Albert
Schweitzer uns vorausgegangen ist. Hoffentlich wird der protestantischen
Kirche bald klar – teils von neuem, teils erstmals - , welchen Schatz sie da hat.
Weniger einseitige Betonung von Organisation, von Lehre, von Tradition und
Theologie, von allzu bereitwilliger Kooperation mit gesellschaftlichen Mächten
im Nahhorizont unserer reichen Länder, stattdessen stärkere Berücksichtigung
der Liebe als entscheidender Grundeinstellung und eines ihr entsprechenden
Lebens, ferner des kritischen Denkens und einer Philosophie, die ihren Namen
verdient, schließlich des nötigen Widerstandes auch im Fernhorizont –
hoffentlich sind das Schritte zu einer Kirche, die zur geistigen Heimat für alle
werden kann, gerade auch für die, die sich aus Ehrfurcht vor dem Leben für die
geschichtlich notwendige nachhaltige Entwicklung einsetzen.

Schweitzer: „Was seit neunzehn Jahrhunderten in der Welt auftritt, ist erst

ein Anfang von Christentum, voller Schwachheiten und Irrungen, nicht volles Christentum aus
dem Geiste Jesu.“ (28)

Anmerkungen

(1) Die Idee des Reiches Gottes im Verlaufe der Umbildung des eschatologischen Glaubens in den uneschatologischen (1953). In: Gesammelte Werke in fünf Bänden, Zürich o.J., Bd.5, S.341-374, hier S.373
(2) Eine Studie des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Frankfurt a.M. 2008 (Fischer-Taschenbuch 17892)
(3) Vgl. Hans-Georg Wittig: Mitgeschöpflichkeit – grundlegende Beiträge Albert Schweitzers zu Selbstverständnis und Bildung des Menschen. In: Beiträge Pädagogischer Arbeit (hg. von der Gemeinschaft Evangelischer Erzieher in Baden), 33.Jg. 1990, H.II, S.44-70; ders.: Geben weckt. Zum anthropologischen Verständnis der Pädagogik Albert Schweitzers. In: Albert Schweitzer - Leben zwischen Mystik und Ethik, hg. von der Evangelischen Akademie Baden, Karlsruhe 1998 (Herrenalber Forum, Bd.21), S.55-81
(4) Aus meinem Leben und Denken (1931). In: Gesammelte Werke (Anm.1), Bd.1, S.19-252, hier S.241
(5) Vgl. Karl Jaspers: Vom Ursprung und Ziel der Geschichte, München 1949
(6) Dhammapada, Strophe 5 (Übers. O.v.Glasenapp). Vgl. auch Hans Küng: Projekt Weltethos, München/Zürich 1990
(7) 2.Kor. 3, 17b; vgl. Andreas Rössler: Albert Schweitzer und das freie Christentum. In: Werner Zager (Hg.), Albert Schweitzer und das freie Christentum. Impulse für heutiges Christsein, Neukirchen-Vluyn 2005, S.1-33
(8) Aus meinem Leben und Denken (Anm.4), S.228
(9) Amusing Ourselves to Death, 1985
(10) Vgl. Hanspeter Müller/Hans-Georg Wittig: Pestalozzi neu befragt, Basel 1978
(11) Zitiert nach Richard Brüllmann: Treffende Albert-Schweitzer-Zitate, Thun 1986, S.169
(12) Zitiert nach Brüllmann (Anm.11), S.168
(13) Ostfildern: Patmos 2011
(14) Halbfas (Anm.13), S.26 f
(15) Zitiert nach Brüllmann (Anm.11), S.126
(16) Zitiert nach Brüllmann (Anm.11), S.117
(17) Reich Gottes und Christentum. In: Gesammelte Werke (Anm.1), Bd.4, S.511-765; und: Reich Gottes und Christentum, München: Beck 1995 (Werke aus dem Nachlass)
(18) Vgl. Hans-Georg Wittig: Wiedergeburt als radikaler Gesinnungswandel. Über den Zusammenhang von Theologie, Anthropologie und Pädagogik bei Rousseau, Kant und Pestalozzi, Heidelberg 1970; Peter Kern/Hans-Georg Wittig: Notwendige Bildung, Studien zur Pädagogischen Anthropologie, Frankfurt a.M./Bern/New York 1985, S.103-152, hier S.122 ff; Michael Großmann: Wertrationalität und notwendige Bildung. Immanuel Kants praktische Philosophie in ihrer Bedeutung für eine heutige pädagogische Ethik, Frankfurt a.M. u.a. 2003
(19) Aus meinem Leben und Denken (Anm.4), S.247 f
(20) Martin Werner/Julius Kaiser: Alles Leben strömt aus Dir! Konfirmandenbuch, Bern 4.Aufl. 1957; Martin Werner: Der protestantische Weg des Glaubens, insbesondere Zweiter Band: Systematische Darstellung, Bern/Tübingen 1962; Albert Schweitzer: Theologischer und philosophischer Briefwechsel 1900-1965, München: Beck 2006 (Werke aus dem Nachlass), S.742-901
(21) Die neue liberale Theologie. Eine Standortbestimmung, Bern 1953, und viele weitere Veröffentlichungen
(22) Vgl. Peter Niederstein: Albert Schweitzer, Goethe, Lessing & Co, Augsburg 2011; dazu Rezension von H.-G. Wittig in: Freies Christentum, 63.Jg. 2011 (H.6), S.163 f; vgl. auch Hans-Georg Wittig: Bildung zur „Heilighaltung des Lebens“. Jean Paul als Klassiker einer Pädagogik im Widerstand gegen die Zerstörung des Lebens. In: Pädagogische Rundschau, 48.Jg. 1994, S.727-747
(23) Das Christentum und die Weltreligionen (1922). In: Gesammelte Werke (Anm.1), Bd.2, S.665-717
(24) Aus meiner Kindheit und Jugendzeit (1924). In: Gesammelte Werke (Anm.1), Bd.1, S.253-313, hier S.313
(25) Kultur und Ethik (1923). In: Gesammelte Werke (Anm.1), Bd.2, S.95-420, hier S.415 f
(26) Vgl. auch Hans-Georg Wittig: Quakers and the Conciliar Process. A Continental
Perspective. In: The Friends' Quarterly, vol.25, Oct.1989, S.348-355
(27) Vgl. auch Hans-Georg Wittig: Provokationen vernünftiger Ethik in einer aus den Fugen geratenden Welt – 80 Jahre nach Leonard Nelson. In: Armin Berger, Gisela Raupach-Strey, Jörg Schroth (Hg.), Leonard Nelson – ein früher Denker der Analytischen Philosophie? Berlin 2011, S.247-264, hier S.260 ff

(28) Aus meinem Leben und Denken (Anm.4), S.249

Erschienen in:

Albert-Schweitzer-Rundbrief Nr. 104. Jahrbuch 2012 für die Freunde von Albert Schweitzer, hg. vom Deutschen Albert-Schweitzer-Zentrum, Frankfurt a.M., Juni 2012, S.7-20;

Deutsches Pfarrerblatt, 112. Jg. 2012 (Heft 6), S.332-336 (unter dem Titel: "Beginnender Untergang der Menschheit ist unser Erlebnis". Albert Schweitzer als Wegbereiter einer zukunftsfähigen Kirche).




 


Zufällig ausgewählte Glosse

Es ist alles gesagt. Wir wissen Bescheid. Und kaum einer handelt.