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Bildungspolitik

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Bildungspolitik


Die herrschende Bildungs-Politik ist in Wahrheit nur eine Aus-Bildungs-Politik mit dem Ziel bedingungsloser Optimierung von Wissen und zügelloser Perfektionierung von Können. Ihr geht es darum, individuell und auch kollektiv ökonomisch-machtförmig wettbewerbsfähig zu sein.

Bildungs-Notstand erscheint dann nicht als der Notstand unzureichender Menschen-Bildung, sondern als Ausbildungs-Mangel, der aus Gründen bedingungsloser Selbstbehauptung überwunden werden müsse.

Die gegenwärtigen Reformen in Schulen und Hochschulen, die bildungspolitisch initiiert werden, etwa im Bologna-Prozess, sind nicht der Ausdruck von Bildungs-Politik, sondern nur von Aus-Bildungs-Politik.

In der Auffassung von Konrad Paul Liessmann befördert man bildungspolitisch weder Bildung, ja nicht einmal Halbbildung, sondern nur noch Unbildung.

Diese ausbildungspolitisch motivierten Reformen führen zur weiteren Monetarisierung aller Lebensbereiche und befördern nur die furchtgetriebene und verstandgesteuerte Machtkonkurrenz.

Ein Beleg für diese These ist unter vielen anderen das „Weissbuch Zukunft Bildung Schweiz“, das 2009 vorgelegt wurde.

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Literatur

Konrad Paul Liessmann: Theorie der Unbildung, 2006.


Peter Kern

 


Zufällig ausgewählte Glosse

Sich mit heiterer Gelassenheit von den Grundsätzen seiner Zeit beurlauben zu können, ermöglicht eine zukunftsfähige Kreativität.