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Freiheit

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Freiheit


Der Begriff „Freiheit“ wird von mir in den philosophischen Peanuts terminologisch dreifach interpretiert:


als „Freiheit des Menschen“, in der wir als „Werk der Natur“ von bestimmten Bindungen durch die Natur befreit sind zu einem prinzipiell selbst zu verantwortenden Bildungsprozess,

als „Freiheit des Bürgers“, in der wir uns als „Werk der Gesellschaft“ durch revolutionäre Akte im Feld der politischen Situation von der Fremdherrschaft des geistlichen und weltlichen Adels befreit haben, und

als „Freiheit der Person“ , in der ich mich als „Werk meiner selbst“ in Akten der Selbstwahl und Selbstüberwindung von der mich peinigenden Angst befreit habe, um das zu sein, was ich werden kann: eine dem Humanum verpflichtete Individualität, die in Biophilie Leben schont und bewahrt.

Carl Friedrich von Weizsäcker: "Wir Menschen leben nicht einfach passiv getrieben in unserer eigenen Geschichte. Wir übernehmen Verantwortung für unser Schicksal, wir beurteilen es danach, was sein soll, wir denken moralsich. Die fundamentale Ambivalenz ist darum die Ambivalenz der Moral."

In der "Freiheit der Person", im "Werk seiner selbst" gilt diese Ambivalenz neomodern als überwunden. Zur Begründung vgl. Michael Großmann: Wertrationalität und notwendige Bildung", 2003.

Literatur

Peter Kern / Hans-Georg Wittig: Notwendige Bildung, 1985
Hans Wittig: Freiheit der Person, 1969

Carl Friedrich von Weizsäcker: Der Garten des Menschlichen, 1977, S.90

Vgl. die ERGÄNZUNGSTEXTE "Freiheit des Menschen", "Freiheit des Bürgers" und "Freiheit der Person".


Peter Kern



 


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