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Weisheit

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„Weisheit - Quelle allen Menschensegens“

Im Vorwort zur „Pädagogik im Atomzeitalter“ steht: „Der moderne Mensch arbeitet angestrengt - rastlos erweitert er sein Wissen und verfeinert er sein Können. Seine Lebenssituation ist einer hohen Mauer vergleichbar, auf die er das Mosaik seiner Wirklichkeit aufträgt - jeder steht vereinzelt auf seinem Gerüstplatz und schafft distanzlos das ihm wichtige Detail. Könnte er sich vom Druck der alltäglichen Geschäftigkeit befreien, das Gerüst verlassen, Boden betreten und zurückgehen - er würde das Ganze wahrnehmen und ein Bild tödlicher Gefahr sehen. Seine solchermassen veränderte Wahrnehmung würde es ihm nicht mehr erlauben, die alte Arbeit blind fortzusetzen - er hätte, in Gemeinschaft derer, die bereits Abstand nahmen, ein neues Mosaik zu entwerfen“.

Wer dies vermag, „Abstand zu nehmen“, das jeweils „nächsthöhere Ganze wahrzunehmen“, den könnte man im Sinne Pestalozzis einen „Weisen“ nennen. Solche Weisheit begreift Pestalozzi als „Quelle allen Menschensegens“.

„Weisheit“ liesse sich so, unbeschadet der tiefen Geschichte dieses Begriffes, bestimmen als die Fähigkeit, die jeweiligen Partikularinteressen zu überwinden und das jeweils nächsthöhere Ganze wahrzunehmen und zu befolgen.

Carl Friedrich von Weizsäcker fasst solche „Weisheit“ auch unter dem Terminus „vernehmende Vernunft“.

Vgl. auch: Ökosophisches Management

Literatur

Peter Kern/ Hans-Georg Wittig: Pädagogik im Atomzeitalter, 1984 in 2. erw. Aufl.

Peter Kern


 


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Es gibt eine Scheidelinie zwischen Verstehen und Rechtfertigen: Das Böse. Dieses ist nicht zu entschuldigen.