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Werk der Natur

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Werk der Natur


In seiner physischen Gestalt ist jeder Mensch ein „Werk der Natur“. Als solches ist er ausgestattet mit all jenen tiefenseelischen Antrieben, die zur Erhaltung und Sicherung seines Lebens unabdingbar sind (Hunger, Durst, Sexualität u.s.w.).

Aber auch seine geistigen Funktionsweisen sind abhängig von seiner physischen Gestalt und basieren auf seiner naturhaft genetischen Ausstattung.

Diese Ausstattung des je einzelnen Menschen im „Werk der Natur“ ist graduell durchaus verschieden. Es gibt deutliche Unterschiede in physischer Hinsicht aber auch hinsichtlich der Intensität der tiefenseelischen Antriebskräfte und im Hinblick auf die Begabung im Bereich der geistigen Funktionsweisen des Einzelnen.

Diese Unterschiedlichkeit der Menschen im „Werk der Natur“ hat Auswirkungen auf den Bildungsprozess, d.h. auf die Bildung der seelisch-geistigen Struktur der Person. Insoweit ist der Mensch im Bildungsprozess immer ein „Werk der Natur“.

Ein tiefenpsychologischer Blick auf das "Werk der Natur":

Der Mensch sei ein autoerotisches, inzestuöses, polymorph perverses Lustbündel, voller infantiler Sexualität: Onanie, Exhibitionismus, Sadomasochismus, Transvestismus. Der Mensch, nur als Werk der Natur, ist danach nicht Herr im eigenen Hause. Er folgt unfrei dem Diktat seiner unbewussten Triebwünsche. vgl. Beate Lakotta: "Triebwerk im Keller der Seele. Mehr noch als durch Psychoanalyse und Traumdeutung ging Sigmund Freud aufgrund seiner Sexualtheorie in die Geschichte ein. Doch gerade seine Ideen von Ödipuskomplex und frühkindlichem Triebleben galten lange als überholt - bis sie nun von Neurowissenschaftlern ausgelüftet werden." In: DER SPIEGEL, Nr.18 vom 29.04.2006, S.160-174.

( "Werk der Natur", "Werk der Gesellschaft", "Werk seiner selbst" sind Formeln der Anthropologie von Johann Heinrich Pestalozzi. )

Literatur

Peter Kern / Hans-Georg Wittig: Notwendige Bildung, 1985


Peter Kern





 


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