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Tagebuch

Vom Unsagbaren

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Der Mensch hat Sprache.

Doch mit dem Sagenkönnen wächst auch das Unsagbare.

 

Wir Menschen wissen viel.

Doch je mehr wir wissen, desto wahrer wird auch der Satz, dass wir nichts wissen.

 

Selbstgewissheit

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So wenig wie ich mich selbst verstehe, so wenig verstehe ich die Welt.


Schlichte Gemüter behaupten, alles zu verstehen.

Sie sind sich und der Welt sicher.

 

In ihrer unverstandenen Selbstgewissheit sind sie zufrieden.

 

Ich bin es nicht.

 

 

In der Sonne sitzen

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Ich habe mein Leben damit vergeudet, etwas zu wollen, das offenbar unerreichbar ist.

Wer Frieden mit sich selbst, mit den Mitmenschen und zwischen den Völkern will, war noch nie erfolgreich.

Er kann nur scheitern.

Da ist der wohlbekannte Slogan, der Weg sei das Ziel , nur ein schwacher Trost.

 

Ich habe also aufgehört, die unnützen Träume von einer besseren Welt zu träumen.

Jetzt sitze ich in der Sonne und will nichts mehr.

Das gelingt.

Ich staune über mich selbst.


Doch morgen sieht alles schon wieder ganz anders aus.

 

Höhepunkte

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Wer sein Dasein unauffällig und bescheiden gestaltet,

für den sind Kleinigkeiten Höhepunkte.

 

Trägheit

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Wäre ich jünger, ich schriebe ein Handbuch der Trägheit.

In verkörperter Gleichgültigkeit sich erlauben, nichts zu tun,

erhöbe ich zum Credo.

Karriere wäre kein Thema.

Auch das Wort scheitern hätte in dem Buch keinen Platz.

 


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Zufällig ausgewählte Glosse

Das zur Subjektlosigkeit ausgeblasene Ich wird mit Hilfe der Technik des Coachings als leere Hülle am Leben erhalten.