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Tagebuch

Emporbildung

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Vom Informiertsein über das Wissen

zur Begeisterungsfähigkeit für Kultur,

die es nie ohne Liebe gibt.


Vgl. Konrad Paul Liessmann: Bildung als Provokation, Wien 2017

Vgl. auch all die Stellen, die die Suchfunktion meiner Kulturseite unter dem Stichwort "Emporbildung" aufruft.

 

Humanismus

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Das Wort Humanismus nicht als klassisch-philologischen, nicht als kulturgeschichtlichen Begriff nehmen.

Humanismus heißt für mich

"Menschlichkeit", Menschsein im umgreifenden Sinne als

"Werk der Natur" und

"Werk der Gesellschaft" und

"Werk seiner selbst".

Es geht um einen metaphysisch offenen Humanismus, der inmitten einer säkularen Wüste noch ein Unbedingtes kennt.

Dieser Humanismus hat es schwer.

Wer sich ihm verpflichtet fühlt, der macht sich verdächtig:

Was führt er im Schilde, wenn er heute noch an den Menschen glaubt.


Vgl. die ERGÄNZUNGSTEXTE "Werk der Natur", "Werk der Gesellschaft", "Werk seiner selbst".

 

Muckertum

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Soziologen diagnostizieren eine Sehnsucht nach Religion, auch nach Re-Christianisierung.

Wenn da nicht nur das altbekannte Muckertum herauskommt.


Vgl. Hans Joas: Die Macht des Heiligen. Eine Alternative zur Geschichte von der Entzauberung, Berlin 2017

 

Geistlos

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Die Krise, die der Westen seit einigen Jahren durchmacht, ist weniger eine politische als eine ethische und religiöse.

Sie geht tiefer als jede ökonomische oder auch soziale Krise.

Unter dem Westen verstehe ich - wie der Historiker Heinrich August Winkler - die gesetzlich festgelegten Menschenrechte, die pluralistische Demokratie und die Gewaltenteilung.

Zu diesem Westen gehören die europäischen und nordamerikanischen Demokratien, Australien und Neuseeland.

Die kulturellen Wurzeln dieses Westens reichen bis in die Antike.


Vgl. das monumentale vierbändige Werk von Heinrich August Winkler: Geschichte des Westens. Bd.1 Von den Anfängen in der Antike bis zum zwanzigsten Jahrhundert, Bd.2 Die Zeit der Weltkriege 19914-1945, Bd.3 Vom Kalten Krieg zum Mauerfall, Bd.4 Die Zeit der Gegenwart (endet mit dem Jahr 2014). Sonderausgabe in Kassette 2016

Vgl. aktuell Heinrich August Winkler: Zerbricht der Westen? Über die gegenwärtige Krise in Europa und Amerika, München 2017


Vgl. meinen ERGÄNZUNGSTEXT zu "Europa"

 

Demographisch im Recht

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Junge Türken begegneten mir neulich mit einem zur Verachtung neigenden Stolz.

Nicht nur wir Deutschen hätten geschichtlich ausgedient.

In wenigen Jahrzehnten übernähme der Islam die Herrschaft in Europa.

Nicht sie hätten sich in unsere Kultur einzufügen, wir wären gut beraten, uns an die ihrige anzupassen.

Sie wollten das als gut gemeinten Rat verstanden wissen.

Demographisch dürften sie Recht haben.

Es ist nur eine Frage der Zeit.

 


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