• Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Tagebuch

Jeder wissenschaftliche Satz ist falsch

E-Mail Drucken PDF

„Jeder wissenschaftliche Satz sei, ohne Ausnahme, falsch.

Das läge an der Inadäquatheit des menschlichen Denkens

und Begriffsvermögens gegenüber der Natur, infolge deren

jede begriffliche Formulierung der Natur sich immer irgendwo

nicht ganz mit ihr decke. Jedes Nachprüfen eines wissenschaftlichen

Satzes erschüttere ihn daher und führe zu einer neuen, exakteren

Formulierung, die aber wieder auch irgendwie nicht stimme und

daher zu neuen Formulierungen führe und so weiter in infinitum.“


Das sagte am 18.12.1924 in Berlin Albert Einstein zu Harry Graf Kessler.


Wenn uns heute Stephen Hawking rät, die Erde zu verlassen, weil sie in 100 Jahren unbewohnbar geworden sein werde,

dann frage ich mich, wer hier spricht:

der Wissenschaftler Hawking oder der Bürger Hawking?

Als Wissenschaftler ist sein Satz schlicht falsch, als Bürger wird er zu gefährlichem Unsinn.

Übrigens, noch vor einem Jahr meinte Hawking, dass die Haltbarkeit des blauen Planeten noch mit 1000 bis 10 000 Jahren zu veranschlagen sei.


Spricht hier ein Genie, wie es immer heißt, oder bringt sich hier jemand leichtfertig um sein Wissenschaftsrenommee?


Harry Graf Kessler: Tagebücher 1918-1937. Herausgegeben von Pfeiffer-Belli, Frankfurt/M. 1979 in 4.Aufl., S.395f.


Hawking: Erde in 100 Jahren


Albert Einstein


Stephen Hawking


Harry Graf Kessler

 

Ich bin

E-Mail Drucken PDF

Ich liebe, also bin ich.

 

Ich denke, also bin ich.

 

Ich chatte, also bin ich.

 

Ist das eine Verfallsgeschichte?

 

Von der Liebe

E-Mail Drucken PDF

Die Liebe ist statisch.

Sie bleibt in ihrem Wesen durch die Jahrhunderte hin mit sich selbst identisch.

Diese Liebe ist kein Gegenstand der Wissenschaft.

Für Experimente taugt sie nicht.

Sie lässt sich nicht falsifizieren.

Sie ist immer individuell, voll von Nähe und Intimität.

Sie braucht Vertrauen und Verlässlichkeit.

Sie ist existenztragende Wärme.


Vgl. den TAGEBUCHEINTRAG vom 30.11.2016 "Liebe".

 

Alles stinkt nach Schwefel

E-Mail Drucken PDF

In der Süddeutschen Zeitung von heute, 10.05.2017, gibt es ein Interview mit dem

großen Personenbeschreiber mit der Kamera, mit dem 95jährigen Georg Stefan Troller.

 

Darin fragt Martina Knoben u.a.:

„Heute sind wieder viele Menschen auf der Flucht, nicht nur aus Syrien. Was würden Sie sich von Europa und der Weltgemeinschaft wünschen?“

Georg Stefan Troller antwortet:

„Im Moment stinkt alles nach Schwefel und frühen Dreißigerjahren. Was da überall auf der Welt vorgeht, von Erdogan bis Trump, Ungarn und Slowakei, ist höchst beunruhigend. Das erinnert ganz stark an die Kriegslüsternheit von damals und an die Freude am Nationalstolz. Noch nie seit vielen Jahren habe ich so viel gehört von America first oder Vive la France! oder le peuple oder auch jetzt neu in Frankreich das System. Das gab es vorher nicht. Da ist ein starker Drang nach Erlösung, so dass eine viehische Frau wie die Le Pen als Erlöserin auftreten kann. Das ist ungeheuer gefährlich und weist darauf hin, dass den Menschen etwas abgeht und im tiefsten Grunde – aber das darf man gar nicht laut sagen – ist es die Sehnsucht nach Religion. Nicht unbedingt eine auf Gott bezogene Religion, aber Religion im Sinne von Verbundensein, im Sinne von Zugehörigkeit, das bedeutet ja das Wort.“

 

Georg Stefan Troller

 

Fundamentalisten

E-Mail Drucken PDF

Politisch verführte Heilsbringer

Gendertrunkene Feministinnen

Verschwörungstheoretische Spinner

Theoretisch verwirrte Ideologen

Ästhetisch sinnentleerte Stümper

Religiöse Fanatiker

 

Wenn solche Fundamentalisten auch noch intelligent sind, werden sie zur unversieglichen Quelle des Bösen.

Sie alle sind so von sich überzeugt, dass sie bereit sind, über Leichen zu gehen.

 

Wo bleibt die Vernunft?

 

 

Vgl. den ERÄNZUNGSTEXT  „Verstand – Vernunft“.

 


Seite 2 von 395


Zufällig ausgewählte Glosse

Mit der Fatalität des Wiederholungszwanges zerstören wir alles, was unser Leben trägt.