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"Ist nämlich Eines!"

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Man sagt, in diesen unsicheren Zeiten müssten wir uns absichern. Immer und überall suchen wir nun nach Sicherheit. Wir leben für diese Sicherheit. Wir leben für Versicherungen und für die modernen Vorratskammern der kapitalistischen Gesellschaften: Wir legen Geld zurück, und wir legen es an. Bei all dem übersehen wir: Es gibt keine Vorratskammern für Herzschläge. Unser Leben ist prinzipiell unsicher, voller Risiken, letztlich vom Tode bedroht. Sollten wir nicht lernen, jetzt und hier und heute zu leben, mutig und intensiv, voller Vertrauen in eine Kraft, die nicht die unsrige ist? So wie der Tag nicht ohne die Nacht ist, so ist auch das Leben nicht ohne den Tod. Sie sind dasselbe. „Es gibt keinen Tag allein, keine Nacht abgesondert für sich,sondern die Miteinanderzusammengehörigkeit von Tag und Nacht ist selbst ihr Sein. Wenn ich nur sage: Tag, so weiß ich vom Tag-sein noch nichts. Um den Tag zu denken, muß man ihn bis hin zur Nacht denken und umgekehrt. Die Nacht ist der Tag als untergegangener Tag…“. (Martin Heidegger). Das gilt auch für Leben und Tod. Lernen wir aus dem Herzen der Wahrheit diese grosse Zusammengehörigkeit von Tag und Nacht, von Leben und Tod zu denken. Sie sind keine Gegensätze. Heraklit: „Ist nämlich Eines!“ Die Sucht nach Sicherheit durch Versicherungen können wir dann gelassen sein lassen. Sicherheit bekommt einen anderen Sinn.

 


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