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Vom Prinzip des unzureichenden Grundes

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Es ist nicht überzeugend, alle Fragen und Antworten verbieten zu wollen, die sich der wissenschaftlichen Methode von Verifikation und Falsifikation entziehen. Es gibt nicht nur Sätze mit zeitlich begrenztem Allgemeingültigkeitsanspruch, sondern auch solche von argumentationsgestützter Plausibilität. Es gibt das „Prinzip des unzureichenden Grundes“; Hans Blumenberg: Wirklichkeiten, in denen wir leben. 1981, S.124.

Alles Wissen über neurobiologische Prozesse im Gehirn, und sei es noch so umfassend, kann prinzipiell nicht erklären, was ein „Gedanke“ ist. Denken geschieht in Begriffen, Urteilen und logischen Schlussfolgerungen. Was ein „Begriff“, was ein „Urteil“, was ein „logischer Schluss“ jeweils ist, verstehen wir vorprädikativ und jenseits aller empirischen Hirnforschung.

Dem einen erscheinen Begriffe als mentale Konstrukte in unserem Kopf, dem anderen als abstrakte Ideen in der Welt und wieder einem anderen sind sie menschliche Fähigkeiten, bestimmte kognitive Operationen durchführen zu können. Niemals aber vermag empirische Forschung den Begriff als Begriff angemessen zu erfassen. Folglich entzieht sich auch das Sein des Gedankens dem vorstellenden und feststellenden Zugriff jeder objektivierenden Wissenschaft. Und doch gibt es sie, die Gedanken. In unserem Alltag sind wir immer schon bei ihnen, mit ihnen und in ihnen. Wir denken. Dabei geht das Phänomen des Gedankens nicht auf in der Summe noch so komplexer Synapsentätigkeiten.










Vgl. Falsifikationismus


 


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Demokratische Royalisten: Den Bürger zum Untertan degradieren. Aus Prinzip nicht wählbar.