• Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Money, Money, Money

E-Mail Drucken PDF

Das Ethos der Wirtschaft sei die moralische Pflicht, grenzenlos Profite zu generieren, heisst es im Umfeld des Neoliberalismus. Money. Money. Money. Die mathematisch gestützte Theorie, dass der Markt „rational“ sei und somit nichts schiefgehen könne, war die Basis für solches Denken.

Was für ein anthropologischer, ethischer  und volkswirtschaftlicher Unsinn!

In Stockholm bekamen Wirtschaftswissenschaftler dafür Nobelpreise und Alan Greenspan, der langjährige Chairman des Federal Reserve Systems (Fed), errang mit dieser Ideologie Weltruhm, bis, ja bis 2008 der Zusammenbruch kam. Erst nach seinem Rücktritt gab Greenspan aus Anlass seiner Befragung durch den US-amerikanischen Kongress am 23. Oktober 2008 zu, dass er auf einem Irrweg gewesen sei: „Ich habe falsch gelegen mit der Annahme, dass Organisationen – speziell Banken – aufgrund von Eigeninteressen ihre Aktionäre und ihr Firmenkapital am besten schützen könnten.“

So mancher, von dem öffentlich gesagt wird, er führe mit Sachkompetenz, verführt eben nur mit einer falschen Theorie. Sapere aude, haben wir also den Mut, vernünftig zu sein. Die Zeit der „Götter“ ist endgültig vorbei, auch die der profanen Verstandes-Götter eines Alan Greenspan.

Sehr zu empfehlen ist die gerade als Taschenbuch erschienene Ausgabe der Arbeit von Hans Küng: Anständig wirtschaften. Warum Ökonomie Moral braucht. München/Zürich 2012. Erstdruck München 2010.

Tags:
 


Zufällig ausgewählte Glosse

Demokratische Regionalfürsten: Sie schätzen die Dummköpfe, sie dulden zähneknirschend die Begabten und fürchten panisch die Geistvollen.