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Vom Blut der Wahrheit

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Diktatoren und Priester beweisen die Wahrheit ihrer Regime mit Blut. Zum einen aktuell:  Baschar al-Assad, Staatschef von Syrien.  2011 wurden nach UN-Angaben mehr als 5000 Zivilisten von syrischen Sicherheitskräften ermordet, zudem werde eine gewaltige Anzahl  in Lagern gefoltert und vergewaltigt. Zum anderen aktuell: Die Serie blutiger Gewalttaten gegen Christen im Nordosten Nigerias reisst nicht ab: Innerhalb von zwei Tagen wurden etwa 30 Menschen getötet. Zu zwei Attentaten bekannte sich erneut die islamistische Sekte Boko Haram. - „Aber Blut ist der schlechteste Zeuge der Wahrheit; Blut vergiftet die reinste Lehre noch zu Wahn und Hass der Herzen.“ (Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra, II. Teil: Von den Priestern.) – „Eineinhalb Jahrtausende wurden die Europäer vom Christentum geprägt, Generation um Generation, Herrscher und Beherrschte, Priester und Laien, Lehrer und Schüler. Das Christentum durchdrang alles, bestimmte alles, beeinflusste das private, das öffentliche Leben, Familie, Ehe, Liebe, die Bildung, die Wirtschaft, das Recht und den Staat. Doch noch im 20.Jahrhundert haben christliche Nationen die grössten Kriege der Geschichte geführt und mehr Menschen vernichtet als jemals zuvor.“ (Karlheinz Deschner: Opus Diaboli. Fünfzehn unversöhnliche Essays über die Arbeit im Weinberg des Herrn, 2. Essay: Man nennt es Heilsgeschichte. Reinbek 1987). - „Was aus den Weltreligionen geworden ist, weiss man hinlänglich. Allein die vielen völkermordenden Exzesse etwa des Katholizismus oder des Islam genügen, um der Religion jede Glaubwürdigkeit abzusprechen. Eine philosophisch begründete Kritik erübrigt sich.“ Gregory Fuller: Das Ende. Von der heiteren Hoffnungslosigkeit im Angesicht der ökologischen Katastrophe. Zürich 1993.  - Im Übrigen: Jede Waffe, die produziert und eingesetzt wird, stiehlt das Brot für den Mund eines hungernden Kindes. Statt es zu sättigen, tötet man es im Namen der Wahrheit einer Religion, die mit Blut besiegelt werden muss.




 


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Wir sind immer erst Mensch, dann Mann oder Frau, Christ oder Muslim, Deutscher oder Türke. Was ist an dieser Einsicht so schwer?