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Die Mutter der Bäume

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Die Rede von Papst Benedikt XVI. vor dem Deutschen Bundestag lässt mich immer noch nicht los. Seit Tagen notiere ich zu dieser Rede Gedanken. Sie sollen, sobald sie eine einigermassen zufriedenstellende Fassung gefunden haben,  in den ERGÄNZUNGSTEXTEN nachzulesen sein.

Abschied von der "Mutter der Bäume"

Heute möchte ich mich vor einer grossen Frau verbeugen: Wangari  Maathai. Sie war nicht nur die „Mutter der Bäume“ („Mama Miti“).  1984 erhielt sie den „Alternativen Nobelpreis“, 2004 den Friedensnobelpreis. Die promovierte Biologin engagierte sich ein Leben lang für den Umweltschutz. Ihr Kampf gegen das Abholzen der Wälder in Kenia mit der von ihr gegründeten  Bewegung „Green Belt Movement“  führte zur Pflanzung von inzwischen über 45 Millionen Bäumen.  Daneben setzte sie sich energisch für die demokratischen Rechte ein. Sie gründete eine panafrikanische Frauenbewegung. Wegen ihres politischen Engagements, vor allem auch für die Wahrung der Menschenrechte, wurde sie mehrfach verhaftet und eingesperrt. Mit dem Wahlbündnis „National Rainbow Coalition“ (NARC) gelang ihr 2002 der Einzug ins kenianische Parlament. In der Regierung von Präsident Mwai Kibaki wurde sie stellvertretende Umweltministerin. Mit 71 Jahren ist sie am 25. September 2011 an Krebs gestorben.  - Wangari Maathai zählte in den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zu jenen kenianischen Studierenden, die über ein Austauschprogramm („African-American Students Foundation“) in den Vereinigten Staaten studieren konnte. Wozu hat diese Frau ihr Wissen genutzt, Respekt und Hochachtung! Der Ökologie- und Friedensbewegung ist mit ihrem Tod ein Stern verlorengegangen.

 


Zufällig ausgewählte Glosse

Der Mensch ist sich selbst fremd geworden. Deshalb ist auch der Andere für ihn nur der Fremde, der ihn ängstigt.