• Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

Die Schelle "Antisemitismus"

E-Mail Drucken PDF

Den privaten Diskussionen und öffentlichen Debatten wurde der Ernst genommen. Diese trostlosen Auseinandersetzungen laufen wie Talk-Shows ab.

Die Show besteht darin, den Andersdenkenden fertig zu machen und zu erledigen. Man hängt ihm eine massive Anklage wie eine Schelle um den Hals. Wie immer der Beschuldigte antwortet, der Vorwurf begleitet ihn hartnäckig, bis der Erschöpfte schweigt. Das Schweigen erklärt man dann nassforsch als Kapitulation und Eingeständnis.

Abgestufte und differenzierte Urteile sind in einem solchen Klima der Diffamierung unmöglich.

Eine beliebte Schelle heisst: „Antisemitismus!“ Zwei der bekanntesten Opfer sind Martin Walser und neuerdings Jacob Augstein.


Vgl. Severin Weiland: Vorwürfe des Simon-Wiesenthal-Zentrums: Rabbi nennt Jakob Augstein einen Antisemiten.

 


Zufällig ausgewählte Glosse

Dass das Neue per se richtig sei, hat an Glanz verloren. Man unterscheide Genese und Geltung einer Aussage.