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30 Prominente im Bildertest

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Ein Platz in dieser Schule ist begehrt. Sie gilt als eine der Kaderschmieden des Journalismus: die Henri-Nannen-Schule mit Sitz in Hamburg. Jahr für Jahr setzen sich hoffnungsvolle Anwärterinnen und Anwärter einem Ausleseverfahren aus, das als beinhart gilt. Wer durchkommt, fühlt sich schon als Sieger auf der Karriereleiter. Zu den raffiniert zubereiteten Prüfungen gehört auch, anhand von Photos Gesichter des öffentlichen Lebens wiedererkennen zu können. Im Bildertest für 2013 mussten in 30 Minuten 30 Photos entschlüsselt werden.

Diese Photos sagen viel aus über das Weltbild der Henri-Nannnen-Journalistenschule:

Vorrangig Politikerinnen und Politiker, in Ordnung. Dann Sportlerinnen und Sportler, nun gut. Gefolgt von Personen aus dem Showgeschäft, nun ja. Dann verstreut ein buntes Allerlei: Banker, Juristen, Redakteure, Terroristen, hm.

Was in diesem Kosmos gar nicht vorkommt: Vertreterinnen und Vertreter der Künste, der Wissenschaften. Kein Maler also, keine Dichterin, Kein Komponist, kein Physiker, keine Biologin, kein Mensch aus der Computerwelt. Niemand von den Gewichtigen, die wirklich Weichen stellen, wird abgebildet, niemand also von denen, die beispielsweise Frank Schirrmacher in seinem neuen Buch EGO zu Wort kommen lässt, wird erfragt.

Mit anderen Worten: Der Geist weht überall, nur nicht in der Henri-Nannen-Schule.

Henri-Nannen-Schule: Der Bildertest 2013

 


Zufällig ausgewählte Glosse

Es gibt eine Scheidelinie zwischen Verstehen und Rechtfertigen: Das Böse. Dieses ist nicht zu entschuldigen.