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Terroristen

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Fundamentalistische Terroristen, gleich welcher Couleur, vereint ein sentenziöser und axiomatischer Stil. Es ist der Stil des Schafotts. Manche exekutieren nur mit dem verbalen Fallbeil, andere mit dem der Fäuste. Am reinsten zeigt sich der Stil des Terrors in den explodierenden Granaten am Gürtel der Verführten und Verwirrten.

Doch Obacht. Diejenigen in unserer Gesellschaft, die ihre kühn zusammengerafften Privilegien zu verlieren haben, stempeln immer leichtfertiger ihre Kritiker zu Terroristen.

Wir haben also zu unterscheiden. Nicht jeder, dem das Etikett „Terrorist“ angeheftet wird, ist einer.


Während ich die gerade notierten Sätze bedenke, fällt mir noch dieses ein:

Wenn jemand Soldat ist, besteht sein Verbrechen darin, nicht zu töten. Für's Morden gibt es Orden.

 


Zufällig ausgewählte Glosse

„Man gehe die Gegenstände der neueren Romane und Bühnenstücke durch. Sie wimmeln von Psychopathen, von gemeingefährlichen Existenzen, von Scheusslichkeiten grossen Stils und ausgeklügelten Perfidien.“ So Emil Staiger in seiner berühmt gewordenen Rede 1966: Literatur und Öffentlichkeit. Bin ich ein Kunst-Banause, ein Faschist gar, wenn ich dieser Beschreibung zustimme? Was bedeutet sie für diejenigen, die auf der Suche nach einer gelingenden Zukunft sind?