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Literatur mit Kick

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Die wiederkehrende Skandalisierung des Abweichenden rückt die Ausnahmen derart zentral ins Bewusstsein, bis sich die Kategorie des Normalen auflöst. Das Normale ist nun verdächtig.

Was zählt, muss laut und schrill sein, muss jede Norm verletzen. Das Perverse hat Konjunktur.

Doch die gehäuften Perversionen machen in ihrer Banalität alles, nur kein gutes Leben und auch keine gute Literatur.

Dazu passt das neue Buch der Feministin Naomi Wolf: "Vagina. Eine Geschichte der Weiblichkeit". Reinbek bei Hamburg 2013. Peter Praschl bespricht es in der WELT AM SONNTAG vom 05.05.2013 auf Seite 50: "Rein oder nicht rein". Er ist not amused. Das Buch lese sich so als habe sich ein Hardcore-Sexist einen 448 Seiten langen Scherz erlaubt. "In diesem Buch steht alles Mögliche und doch nur eines: Frau = Vagina".

Was ist nur mit den Frauen los?

Vgl. Charlotte Roche: „Feuchtgebiete“, „Schossgebete“; Helene Hegemann: „Axolotl Roadkill“; E.L.James (dahinter verbirgt sich die Schottin Erika Leonhard): „Shades of Grey“.

Vgl. das PEANUT: „Schossgebete statt Literatur“.


 


Zufällig ausgewählte Glosse

Theologischer Maximalismus: Der Sinn des Lebens sei, der IMAGO DIE so nahe wie möglich zu kommen.