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Geißeln der Wahrheit

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Blaise Pascal war davon überzeugt, dass die Inquisition und die Gesellschaft Jesu „die beiden Geißeln der Wahrheit“ seien.

Wenn das stimmt, was bedeutet es dann, wenn heute ein Jesuit Papst ist?

Nach den Irritationen über die Rolle von Papst Franziskus während der argentinischen Militärdiktatur gerät der neue Pontifex erneut in die Kritik.

Man fragt danach, wie es Jorge Mario Bergoglio mit dem Teufel hält. Auffallend oft spricht er von ihm. In der jesuitischen Tradition steht der Teufel für Pessimismus und Mutlosigkeit. Ist die Rede vom Teufel bei ihm nur eine Metapher? Oder ist er für den Papst ein leibhaftiger Dämon, dem man nur mit einem beherzten Exorzismus beikommen kann?

Es mehren sich die Anzeichen, dass die Teufelsaustreibung zum Selbstverständnis von Papst Franziskus gehören könnte.

Wäre das der aufgeklärte Glaube, der den Menschen im 21. Jahrhundert Geleit und Halt geben kann? Wohl kaum.


Vgl. Julius Müller-Meiningen: „Wie viel Dämon verträgt die Kirche? Papst Franziskus erwähnt auffällig oft den Teufel, deshalb muss er sich nun eine unangenehme Debatte gefallen lassen.“ In: BADISCHE ZEITUNG vom 23.05.2013, S.4

Das Pascal-Zitat findet sich in Reinhold Schneider: „Dem lebendigen Geist“. Auswahl und Nachwort von Carsten Peter Thiede. Suhrkamp Taschenbuch. Frankfurt/M. 1987, S.57.

Blaise Pascal

Papst Franziskus

Jesuiten

 


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„Nicht auf die Lehre kam es an, während man der Deterioration der Welt beiwohnt, sondern auf den Lehrer.“ Jean Améry.