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Papst Franziskus

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Der Vatikan, das ist institutionalisiertes Wegsehen. Dort tönen eitle Männer von der Gottebenbildlichkeit des Menschen. Zugleich lassen sie zu, dass daraus der Menschenmüll von gnadenlos Erniedrigten wird.

In Rom hohler Prunk, draußen in der Welt bitterstes Elend. Der protzsüchtigen Macht entlockt das keine wirksame Empörung. Ja, schlimmer noch. So mancher Papstthron war beschwert mit Bastardkindern, Kurtisanen und Ermordeten.  Von den haarsträubenden Missbrauchsfällen bis in die jüngste Gegenwart hinein ganz zu schweigen.

Der neue Papst, nomen est omen, nennt sich Franziskus. Franz von Assisi war für Adolf Holl „der letzte Christ“. Der Begründer des Ordens der Minderen Brüder, der Franziskaner, machte ernst mit der Nachfolge Christi:

„Wenn du vollkommen sein willst, geh, verkauf deinen Besitz und gib das Geld den Armen; so wirst du einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach.“(Mt. 19,21)

Wird der neue Papst Franziskus die Kraft haben, das weihevolle Tönen in christliche Taten zu überführen? Demut, Bescheidenheit, Wahrhaftigkeit, Gerechtigkeit und Engagement für die Erniedrigten und Geknechteten sind gefragt.

Es gibt Anzeichen, die hoffen lassen.


Vgl. Papst auf Lampedusa

Vgl. Papst besucht Brasilien

Adolf Holl: Der letzte Christ. Stuttgart 1979

Franz von Assisi

Papst Franziskus


 


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Die Wahrheit liegt im Körper. Nur verstehen wir dessen Sprache nicht mehr.