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Umweltfrevler

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Die leidenschaftslose Selbstverständlichkeit mit der in Warschau parallel zum UN-Klimagipfel die internationale Kohle-Lobby agieren darf, zeigt, wo die polnische Regierung unmissverständlich ihre Prioritäten setzt: Es geht ihr um das kurzfristige Linsengericht der eigenen materiellen Wohlfahrt.

Auf den Klimaschutz pfeift man in Polen. Ministerpräsident Donald Tusk hatte mit Hinweis auf die großen Kohlereserven im Land noch vor zwei Monaten erklärt: "Die Zukunft der polnischen Energie liegt in der Braun- und Steinkohle und ebenso im Schiefergas."

Die Nachbarn schreien verstört auf, allen voran die Deutschen.

Warum aber soll sich das immer wieder eben von diesen Nachbarn überfallene und geteilte Polen für saubere Luft beispielsweise in Deutschland einsetzen?

Dass sich dieses ökologisch verwirrte polnische Land langfristig selber schadet, gerät den kohlebesessenen Umweltfrevlern gar nicht erst in den Blick.

Der Präsident  und seine Getreuen sind in einem antiquarischen Denken befangen: Sie haben noch nicht gelernt, dass in Zeiten globaler Umweltzerstörung nationale Egoismen keine Vorteile mehr bringen.

Mit diesem antiquarischen Denken finden sich die Polen allerdings in allerbester schlechter Gesellschaft, allen voran die USA und China.


Vgl. Klimagipfel in Warschau: „Greenpeace gegen Kohlelobby“.

Prognose: CO2 Ausstoß erreicht 2013 Rekordwert.

 


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Gesetz der Entsolidarisierung: Jeder Reichtumskonzentration folgt ein entsprechender Verarmungsprozess.